Aktuelle Themen

Öffentliche Anfrage des BBOA zur touristischen Wiederöffnungsstrategie nach dem Lockdown

Die Inzidenzwerte sinken und der Wunsch der Bevölkerung nach Bewegung und Abwechslung in der Natur wächst. Was liegt da näher als ein Besuch in unserem wunderschönen und einmaligen Allgäu? Doch damit wir nicht wieder wie im vergangen Sommer von kaum zu überwältigenden Menschenmassen überrannt werden, bedarf es guter Strategien.

Mit einem Anschreiben bittet das BürgerBündnis Oberallgäu im Interesse aller Oberallgäuer Bürgerinnen und Bürger die Verantwortlichen der drei führenden Oberallgäuer Tourismusdestinationen Oberstdorf, Oberstaufen und Bad Hindelang sowie Landrätin Frau Baier-Müller und die Allgäu GmbH um Veröffentlichung ihrer Strategien, um ähnliche Szenarien wie im vergangenen Sommer 2020 vorzubeugen.

Das vollständige Anschreiben können Sie hier einsehen.


Das BürgerBündnis Oberallgäu ist jetzt ein Verein

Neues Jahr, neue Struktur – das BürgerBündnis Oberallgäu ist jetzt ein Verein.

Wer hinter dem Bürgerbündnis Oberallgäu eine Eintagsfliege vermutet hatte, wird umdenken müssen. Das Wahlergebnis bei den letzten Kreistagswahlen 2020 ermutigte viele Unterstützer dazu, sich zusätzlich, zur politischen Amtsperiode der beiden Mandatsträger im Kreistag, für unsere Heimat zu engagieren.

Mit dem Einzug in den Kreistag und den Blick auf die vielen weiteren überparteilichen Gruppierungen in den Gemeindeparlamenten nehmen wir aus unserer Sicht den längst erforderlichen Aufbruch im politischen Denken und Handeln in unserer Region wahr. Mehr „Realisieren“ als „Zerreden“ und öfter die eigenen Handlungsmöglichkeiten umsetzen, als immer auf Reaktionen von Bund und Land zu warten, ist unser Ansatz. Bereits kleine Lösungen können schon enorme Verbesserungen für unsere Heimat bedeuten. Dabei wollen wir bei allen Entscheidungen konsequent Ökologie, Ökonomie und das Gemeinwohl mitberücksichtigt wissen.

Durch die Vereinsgründung ist ein großer Schritt zu einer besseren Wahrnehmung in der Öffentlichkeit und damit verbunden einer noch größeren Unterstützung aus der Bevölkerung. Um beim nächsten Wahlgang noch stärker zu werden, bieten wir gerne allen überparteilichen Gruppierungen eine politische Heimat, ohne dass diese ihre örtliche Identität aufgeben müssen.
Seit der Vereinsgründung am 22.01.2021 wird das BürgerBündnis Oberallgäu durch eine paritätische Doppelspitze von Romana Hille und Christian Kühnel geleitet.

Ganz zeitgemäß – die Gründungsversammlung des BBOA per Video-Konferenz. Die Gründungsmitglieder: Heiderose Burger, René Hille und Eva Herz (obere Reihe), Romana Hille, Christian Bader, Josef Dornach und Christian Kühnel (mittlere Reihe), Petra Heinle (untere Reihe).

Erste Klausurtagung beim BürgerBündnis Oberallgäu

Was sind unsere aktuellen Ziele? Wie sehen wir uns und was soll uns derzeit und in Zukunft auszeichnen? Und wo wollen wir langfristig hin?

Diese und noch weitere Fragen hat der Führungskreis des BürgerBündnis Oberallgäu (BBOA) bei seiner Klausurtagung erörtert und entsprechende Antworten ausgearbeitet. Nach der Begrüßung und einem kurzen Rückblick durch Christian Kühnel, den Sprecher des BBOA, ging es sogleich an die strategische Arbeit. Für die Erarbeitung eines Leitbildes führte Kreisrat Seppi Dornach die Anwesenden hierzu in die Methodik ein. Im Teilnehmerkreis wurde intensiv diskutiert und aus allen Reihen wurde viel Input zur Ausrichtung des BBOA beigesteuert. Die Ergebnisse dieses Brainstormings wurden von Seppi gekonnt sortiert und nach Themen gruppiert. Aus diesen einzelnen Punkten wurde schließlich das Leitbild entwickelt, welches die Grundlage für die zukünftige Arbeit, sowie die Werte und Visionen des BürgerBündnis Oberallgäu bilden wird.


„Seniorenpolitisches Gesamtkonzept“ beschlossen – BBOA fordert: Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt stärken

In der ersten Sitzung der neuen Legislaturperiode hat der Ausschuss für Soziales, Gesundheit & Familie das vorgestellte „Seniorenpolitische Gesamtkonzept“ einstimmig verabschiedet.

Im Ausschuss wurden anhand umfangreicher Vorträge die verschiedenen Handlungsfelder (Wohnen & Umfeld, Soziales sowie Unterstützung & Pflege) vorgestellt. Die landkreisweit erhobenen Daten zeigen, wie wichtig es ist, schnellstmöglich die richtigen Schlüsse zu ziehen und Handlungen abzuleiten. Beispielsweise wurde festgestellt, dass etwa 45 % der über 80jährigen im Landkreis ohne familiäre Angehörige leben. Ungefähr 20 % der 2300 Befragten gaben an, Hilfe zur Bewältigung im täglichen Haushalt, zu benötigen. Derzeit werden über 70 % der Pflegebedürftigen zu Hause betreut und gepflegt. Vor allem im südlichen Oberallgäu stehen jetzt schon entsprechende Pflegedienste oder Einrichtungen nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung. Dies wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung nochmals dramatisch verschärfen.

In den Sachvorträgen wurde darauf verwiesen, dass ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement (Nachbarschaftshilfe, Fahrgemeinschaften, organisiertes Einkaufen, Tagesbetreuung, etc…) notwendig sei, um die Herausforderungen zu stemmen.

Josef Dornach (BBOA) äußerte sich in der Diskussion positiv zum Gesamtkonzept und den genannten Ansätzen. Er forderte jedoch, die ehrenamtlichen Strukturen besser zu unterstützen. Hierzu gehöre beispielsweise der Bürokratieabbau für gemeinnützige Vereine und eine Verteilung der Aufgaben auf mehrere Schultern. „Erst wenn wir akzeptable Grundbedingungen als Fundament für ehrenamtliche Tätigkeiten schaffen, können wir auf diese Strukturen aufbauen“, so Dornach.


Der Jugend eine Stimme geben – Ausschussgemeinschaft stellt Antrag auf Gründung eines Kreisjugendparlaments

Die Ausschussgemeinschaft ÖDP/FDP/BBOA im Oberallgäuer Kreistag hat einen Antrag zur Gründung eines sogenannten Kreisjugendparlamentes eingebracht. Der Sprecher der Ausschussgemeinschaft Michael Käser (FDP) dazu: „Es ist uns eine besondere Freude dieses Projekt nun auch als Antrag im Kreistag voranzutreiben, damit den Ankündigungen aus dem Landratswahlkampf auch Taten folgen können. Die Jugend im Oberallgäu hat es verdient eine starke Stimme und mehr politische Partizipation zu erhalten. Zwar gibt es in einigen Gemeinden des Oberallgäu bereits gut funktionierende Jugendparlamente, jedoch wollen wir allen Jugendlichen im Landkreis die Möglichkeit geben, sich auf diese Weise politisch für das Allgemeinwohl zu engagieren“, so der 28jährige. Im Kommunalwahlkampf haben sich alle Kandidatinnen und Kandidaten für das Amt des Landrats für die Gründung eines Kreisjugendparlaments ausgesprochen.

„Das Kreisjugendparlament soll der Jugend im Oberallgäu als Sprachrohr dienen und die Jugendlichen an demokratischen Diskurs, sowie das Tragen von Verantwortung heranführen. In unserem Vorschlag sollen insgesamt 35 Vertreterinnen und Vertreter im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus allen Gemeinden im Landkreis alle zwei Jahre gewählt werden. Besonders hervorzuheben ist, dass die Jugendlichen ein Budget in Höhe von 3.000 € jährlich erhalten sollen, über das Sie selbstbestimmt verfügen können“, so Josef Dornach (BBOA), Mitglied im Sozialausschuss des Kreistags.

Als längst überfällig bezeichnet die ÖDP/UB die Gründung eines Kreisjugendparlaments. Bereits in der letzten Wahlperiode hatte die Vereinigung einen dementsprechenden Antrag gestellt. „Es ist schade, dass gute Ideen immer eine gewisse Zeit brauchen, bis Sie als solche erkannt werden. Jedoch ist es nie zu spät, das Richtige zu tun“, so Kreisrat Peter Nessler (ÖDP/UB).


Zunehmende Verkehrsbelastung im Oberallgäu – Bereits erste Gespräche geführt

Wie bereits angekündigt hat Josef Dornach die ersten Gespräche zum Thema „zunehmende Verkehrsbelastung im Oberallgäu” führen können. Josef Dornach, Kreisrätin Theresia Schwarz (CSU) und Kreisrat Walter Renn (FDP) haben sich mit Oberstdorfs neuem Bürgermeister Klaus King und Vertretern der Sicherheitsbehörden an einem gemeinsamen Tisch zusammen gefunden. Es wurden verschiedene Alternativen zur Verkehrsregulation angeregt und gemeinsam diskutiert. Die verschiedenen Teilnehmer dieser Gesprächsrunde werden nun eingehend prüfen, ob und in welcher Form sich die angeregten Maßnahmen innerhalb ihrer jeweiligen Zuständigkeiten umsetzen lassen.

„Es ist ein gutes Zeichen, dass Bürgermeister, Behörden und Bürgervertreter – unabhängig ihrer politischen Zugehörigkeit – miteinander nach Lösungen suchen und erste lokale Maßnahmen umsetzen können. Um eine landkreisweite ökologische, ökonomische und auch sozial vertretbare Lösung herbeizuführen, müssen jetzt Politik und Behörden an einem Strang ziehen. Auf jahrelange Debatten über Ticket-Preise und Antriebsarten müssen wir nun schnellstmöglich Taten folgen lassen”, so Dornach.


„Schule Digital“ – Ausschussgemeinschaft ÖDP/FDP/BBOA schlägt Zweckverband vor

Oberallgäu
Die Ausschussgemeinschaft ÖDP/FDP/BBOA im Oberallgäuer Kreistag hat einen Antrag eingebracht, der die Gründung eines Zweckverbands „Schule Digital“ zum Ziel hat.

Die Corona-Krise zeigt offenkundig, dass beim Thema Digitalisierung in den Schulen noch großer Nachholbedarf besteht. Aus diesem Grund wurde nun der DigitalPakt Schule um ein Sonderbudget für Bayern in Höhe von 78 Millionen Euro aufgestockt, damit für alle Schülerinnen und Schüler mobile Endgeräte zur Verfügung gestellt werden können. Dennoch scheinen die Beantragung der Mittel sowie die Organisation der Digitalisierung die Schulen vor Ort vor große Herausforderungen zu stellen. So wurden ca. ein Jahr nach der Einigung von Bund und Ländern auf den milliardenschweren “Digitalpakt Schule” kaum auf die Digitalpakt-Gelder zurückgegriffen. Bisher wurden erst sieben von den zugesagten 778 Millionen Euro beantragt. Das ergab eine vor Kurzem gestellte Anfrage der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag.

„Auch im Oberallgäu haben unsere Schulen mit der Digitalisierung zu kämpfen. Aus diesem Grund wollen wir, dass der Landkreis gemeinsam mit der Stadt Kempten und den schultragenden Kommunen im Oberallgäu einen Zweckverband “Schule Digital” auf den Weg bringt. Ziel ist es, die Lehrerinnen und Lehrer zu entlasten und Kompetenzen zu bündeln. So können hierdurch Aufgaben wie der Support und Einkauf von Geräten wie Tablets, die Schulung der Lehrkräfte oder ein Fördermanagement zentralisiert und gebündelt werden. Das Schulmedienzentrum soll dabei den Kern eines solchen Konstrukts bilden. Der Landkreis Günzburg geht diesen Weg bereits erfolgreich und hat Anfang Mai einen solchen Zweckverband gegründet. Diesem Beispiel sollten auch wir folgen, damit die Pause nicht das Digitalste am Schultag bleibt“, so Michael Käser, Sprecher der Ausschussgemeinschaft und Kreisvorsitzender der FDP Oberallgäu.

“Eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen, aber auch Risiken der Digitalisierung sei dabei sehr wichtig”, so die Kreisräte der ÖDP/UB Peter Nessler. „Bei der Schulung der Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit den digitalen Medien ist unbedingt darauf zu achten, die Grenzen der Technik sowie die Wichtigkeit sozialer Interaktion aufzuzeigen“, so der Kreisrat.

Einen „großen Gewinn für unseren Landkreis“ nennt Josef Dornach, Kreisrat des BürgerBündnis Oberallgäu, einen möglichen Zusammenschluss der schultragenden Gemeinden im Oberallgäu. „Eine einheitliche Marschrichtung bei der Digitalisierung der Schulen kann nicht nur Kosten sparen, sondern wirkt sich auch positiv auf die Qualität des digitalen Angebots aus“, so der Oberstdorfer.

Unterstützung für das Vorhaben wurde bereits von Seiten der FDP im Kemptener Stadtrat signalisiert. Die Stadträte Ullrich Kremser und Dr. Dominik Spitzer bringen einen gleichlautenden Antrag zeitgleich im Stadtrat der Allgäu Metropole ein: „Wir können nur davon profitieren hier mit dem Oberallgäu zusammenzuarbeiten. Wir hoffen darauf, dass die anderen Stadtratsfraktionen das genauso sehen“, so die Liberalen.


Tagestourismus vs. Aufenthaltsqualität 

Ausgewogenes Verhältnis im südlichen Oberallgäu dringend notwendig

Jedem Gast, egal ob Übernachtungsgast oder Tagestourist, kann man das Bedürfnis nach einem Aufenthalt im südlichen Oberallgäu zugestehen, denn nicht alle Mitmenschen haben die Möglichkeit täglich eine Region -welche wir unsere Heimat nennen dürfen- zu genießen. Nach den vergangenen- wirtschaftlich schweren Wochen, ist es auch unabdingbar wichtig, dass der sogenannte “Fremdenverkehr” wieder einen Aufschwung erfährt. Leider müssen wir jedoch seit dem Pfingstwochenende erleben, dass insbesondere der Verkehr der „Fremden“ eine Schwelle erreicht- oder gar überschritten hat, welcher so weder für den geschätzten Gast noch für die hier lebenden Einheimischen akzeptabel sein kann. Wir dürfen keinesfalls die Augen verschließen, dass die Natur zum “Erlebnisparkplatz” wird [Bild1] und  Rettungswege zu Weilern und einzelnen Gehöften rücksichtslos zugeparkt werden [Bild 3]. 

Nun ist die Politik gefragt! Wir müssen jetzt fruchtlose Diskussionen über “Overtourism” und Debatten über “100 €-Tickets” (für Züge und Busse mit unzulänglichen Taktungen) beenden, sondern müssen jetzt im Kreistag und den Gemeinderäten handfeste Konzeptionen erstellen und verabschieden, damit ein ausgewogenes Verhältnis wieder zu einer angemessenen Aufenthaltsqualität für Gäste und Einheimische führt. Hierfür werde ich mich mit dem Team vom BürgerBündnis Oberallgäu in den nächsten Wochen intensiv beschäftigen und Vorschläge erarbeiten.